Chronik

Vorstandschronik 1969-heute

Tanzlehrerchronik 1969-heute

Kommandeusenchronik 1969-heute

Wanderpokalchronik 1969-heute

ehemalige Mitglieder

sonstige Chronik

Tanzchronik 1969-heute

 

Gründungs-, Jubiläumsdaten
 

Oktober 1970 Gründung des Amazonen-Corps von Willi Orlean (Kompanie Baccara) mit 21 Mädchen, das Amazonen-Corps wurde dem 1969 gegründeten Pagen-Corps angegliedert
1974 wurde mit den Jungen des Pagen-Corps der heutige Spielmannszug Blau-Weiss gegründet
13. Oktober 1975 5-jähriges Jubiläum des Amazonen-Corps
13. Oktober 1979 10-jähriges Jubiläum des Amazonen-Corps
1991 20-jähriges Jubiläum des Amazonen-Corps, die Feier fand verspätet statt
März 1999 30-jähriges Jubiläum des Amazonen-Corps
März 2004 35-jähriges Jubiläum des Amazonen-Corps

 

35 Jahre Amazonen, 1969 bis heute

Ilse und Willi Orlean waren 1969 in der Düsseldorfer Altstadt. Dort sahen sie im Karnevalstrubel Mädchen in Tanzmariechenuniformen und sie überlegten, ob die Garather Jugend nicht auch an so etwas Freunde hätte. So setzten sich Willi Orlean und Robert Sutschet zusammen und überlegten, ob so etwas ähnliches nicht auch in den Garather Schützenverein passen würde. Sie kannten genug Kinder und Jugendliche und begannen diese zu werben und Reklame zu machen. Als sie genug Kinder und Jugendliche zusammen hatten, gründeten sie den Pagen-Corps. Die Gründungsmitglieder hießen Norbert Orlean, Detlef Löhausen, Frank Burger, Siegbert Burkhartz, Günther Pingel, Ralf Klaisch, Rainer Lembka.

Nach ca. 1-2 Jahre wurde dem Pagen-Corps eine Tanzcorps angegliedert. Nun hieß das Corps, Pagen- und Amazonen-Corps. Durch diverse Auftritte kam das Tanzcorps immer mehr in den Vordergrund, die Presse trug ebenfalls hierzu bei.

Dann kam der Wunsch der Pagen, nach anderen Aktivitäten, als nur zum Schützenfest zu marschieren. Willi Orlean hatte die Idee einen Spielmannszug zu gründen. Ein Nachbar von ihm war Begleiter im Spielmannszug Benrath und dieser kannte Peter Hallen, der dort gerade ausgetreten war. Der Nachbar brachte Willi Orlean und Peter Hallen beim Schützenfest in Benrath 1971 zusammen und dort wurde eine lockere Absprache getroffen, sich einmal zu treffen. Während dessen spielten die männlichen Pagen bei Orleans zu Hause in der Wohnung mit Instrumenten. Sie saßen im Wohnzimmer, Küche, Badezimmer und Schlafzimmer und spielten Flöte, Trommel etc. Nun trat der Zufall ein: Ilse Orlean arbeitete in der Nähe der Berliner Allee und stieg eines Tages in die Straßenbahn und meinte am anderen Ende der Bahn einen jungen Mann zu sehen, der Peter Hallen ähnlich sah. Es war Peter Hallen. Ilse Orlean erklärte ihm, daß sie ein Pagen-Corps gegründet hatte, daß es dort Jungs gab, die Instrumente spielen wollten, aber man wußte nicht so recht wie man mit ihnen weiter proben sollte. Peter Hallen hatte die Pagen bereits in einem Umzug ge-sehen und fand das Erscheinungsbild sehr schön. Sie verabredeten sich für einen Donnerstag, wo sie darüber reden wollten. Der Spruch viel "Die Mädchen könnten doch nach der Flöte der Jungen tanzen". So fuhren Willi Orlean und Norbert Sutschet an einem Donnerstag zu Peter Hallen und besprachen die Idee. Im Februar 1972 fand die 1. Probe statt, im Oktober 1972 der 1. Auftritt des Spielmannszugs beim Krönungsball der Gesellschaft Baccara im Goldenen Ring.

Im Januar 1973 fand die offizielle Kassenteilung des Pagen- und Amazonen-Corps mit dem gegründeten Spielmannszug Blau-Weiß statt. Die Mädchen des Pagen-Amazonen-Corps tanzten, die Jungen des Spielmannszugs spielten ihre Instrumente und Ilse Orlean kümmerte sich um die finanziellen Angelegenheiten. In den ersten Jahren des Pagen-Amazonen-Corps kam in regelmäs-sigen Abständen "Tante Lotti" mit ihren Mädchen um unseren Mädchen neue Tanzschritte beizubringen. Zu Karneval wurde nach Bensberg gefahren, wobei dieser Auftritt wie ein Ausflug organisiert wurde. Morgens, ganz früh ging es mit dem Bus Richtung Bensberg. Gegen Mittag dort angekommen wurde für jeden eine heiße Suppe bereit gehalten und gemeinsam Mittag gegessen. Natürlich wo gerade Platz war, so war es mal an einer Mauer, auf einem Parkplatz oder auf einem Spielplatz wo alle Spielgeräte als Tische und Stühle dienten. Gegen 14:00 Uhr wurde marschiert und nach dem Umzug ging es im Bus zurück. Alle waren müde, die Erwachsenen meistens vom Alkohol und die Kinder vom Marschweg. So passierte es auch, daß Mitglieder verloren gingen, weil sie den Weg aus einer Kneipe nicht mehr zum Bus fanden oder das sich der ein oder andere nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Aber, keiner ist verloren gegangen, bei der Rückfahrt waren alle wieder an Bord. Als unsere Tanzlehrerin "Tante Lotti" aus Altersgründen nicht mehr zu uns kam, haben einige ältere Mädchen die Probe übernommen, wie die damalige Kommandeuse Angelika Löhausen. Nach einigen Tagen hatten wir dann eine neue Tanzlehrerin. Die Probe übernahm Hannenlore Rückwardt. Nach ca. 2 Jahren übernahm die Probe Sabine und Walter Hamacher. Walter ist heute bekannt, als der Hoppeditz beim Karneval. Sie brachten neue Varianten in den Tanz ein. So wurden die Märsche "Sternenbanner" und "Washington Post" nicht in Uniform getanzt, sondern in engen, knappen silbernen Tanzkleidern. Die Mädchen tanzten und die Tanzlehrer Sabine und Walter machten dazu Hebefiguren. Dieser Auftritt in der Aula der Emil-Barth-Schule war ein großes Ereignis für das Publikum und für die Mädchen. Da die Kommandeuse Angelika Löhausen an einem Auftritt wegen Krankheit nicht teilnehmen konnte, sprang unser neues Mitglied Antje Möllenbeck ein. Sie machte ihre Sache so gut, daß sie als 2. Kommandeuse gewählt wurde. Fast zeitnah, gaben Willi und Ilse Orlean aus Altersgründen ihre Vorsitzenschaft an Paul und Maria Stauder ab. Die Kassiererin und Schneiderin Liesel Möllenbeck blieb dem Corps weiterhin treu. Unter Paul und Maria Stauder blühte das Corps weiterhin auf. Nach einigen Jahren gaben auch sie aus Altersgründen ihren Vorsitz ab. Es übernahmen nun Liesel Möllenbeck und Silvia Wrobel das Corps, als neuer Kassierer wurde Heinz Irsen gewählt. Die Tanzlehrer Walter und Sabine Hamacher übergaben ihr Amt an Antje Möllenbeck. Nach etwa einem Jahr, löste Alexandra Möllenbeck ihre Schwester Antje als Kommandeuse ab. Es begann nun eine Krise innerhalb des Corps. Nach immer häufigeren Unstimmigkeiten zwischen den älteren Mädchen und dem Vorstand, traten fast alle älteren Mädchen geschlossen aus dem Corps aus. Die übrigen Mädchen machten mit dem Vorstand weiter. Nach ca. 5 Monaten wurde deutlich, daß einfach zuwenig ältere Mädchen im Corps waren und der Vorstand überlegte den Verein zu schließen. Da Wolfram Möllenbeck langjähriges Mitglied des Corps war, beschloß er mit einigen ehemaligen Mädchen, daß das Corps weiter bestehen muß. Sie beschlossen auf die nächste Versammlung zu gehen und wieder in das Corps einzutreten. Wolfram Möllenbeck übernahm die kommissarische Führung des Vereins bis ein neuer Vorstand gewählt wurde. Nach einigen Monaten wurde der neue Vorstand gewählt. Martina Möllenbeck übernahm die 1. Vorsitzende, Varena Seifert die 2. Vorsitzende, Petra Kantorski wurde Geschäftsführerin und Heinz Irsen blieb 1. Kassierer. Das Corps bekam nun wieder frischen Wind und es bekam immer mehr Mitglieder. Es wurden neue Uniformen angeschafft und es wurden neue Kostüme für die neuen Showtänze angeschafft. Der erste Auftritt mit den sehr freizügigen Kostümen auf dem Krönungsball der Hubertus-Jäger war ein voller Erfolg. Nicht nur wegen den freizügigen brasilianischen Kostümen, sondern auch wegen der neuen Musikrichtung und der neuen Licht-anlage mit samt Nebelanlage. Man sprach noch lange von diesem Auftritt. Nach ca. 2 Jahren gab es wieder ein Vorstandswechsel. Antje Möllenbeck übernahm das Amt der 1. Vorsitzenden, Petra Kotlewski die 2. Vorsitzende und Geschäftsführerin wurde Alexandra Irsen, Kassierer blieb Heinz Irsen. Die neue Tanzrichtung wurde beibehalten und die Erfolge des Corps blieben weiter bestehen. Nach ca. 4 Jahren gab es einen erneuten Vorstandswechsel. Die neue 1. Vorsitzende hieß Claudia Pesch, 2. Vor-sitzende wurde Gaby Bienert, Geschäftsführerin und Kassierer blieben. Unter dem neuen, recht jungen Vorstand kam wieder frischer Wind ins Corps. Besondere Auftritte gab es zu Karneval in der Altstadt, wo zum ersten mal an einem Hoppeditzerwachen teilgenommen wurde. Trotz eisiger Kälte wurde mit dem brasilianischen Kostümen im Freien getanzt und das Publikum um die Altstadtkneipe "Beim Bill" war begeistert. Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt im sehr gut bekannten Düsseldorfer "Musikdorf". Im Januar darauf, wurde ein Ausflug über 3 Tage nach Winterberg gemacht. Es war der erste mehrtägige Ausflug, es fehlte nur noch der Schnee, dann wäre alles perfekt gewesen.

Anfang 1998 traten einige Mitglieder aus und gründeten einen neuen Tanzverein. Der auch, trotz einiger Bedenken, im Schützen-verein aufgenommen wurde. Aber wie man sieht, hat das Corps einige Höhen und Tiefen durch gestanden und feierte sein 30-jähriges Bestehen. Vorher wurde ein Teilvorstandswechsel vorgenommen. So trat die 2. Vorsitzende Gaby Bienert aus privaten Gründen zurück und neu wurde Heike Scholz, als 2. Vorsitzende, gewählt. Bei der Jubiläumsfeier, die in der Aula der Emil-Barth-Schule gefeiert wurde, waren viele ehemalige Tänzerinnen eingeladen. Diese ehemaligen Tänzerinnen ließen es sich nicht neh-men, probten 2 gut bekannte Märsche und traten mit diesen Märschen auf der Jubiläumsfeier auf. Es war klasse und bei einigen Tänzerinnen kam das alte Tanzgefühl wieder durch und sie blieben unserem Corps als neue/alte Mitglieder erhalten. Ein zusätz-licher Höhepunkt auf der Jubiläumsfeier war der Auftritt der Swinging-Fanfares. Das zur Zeit beste Fanfaren-Corps Düsseldorfs. Natürlich folgen in dem folgenden Jahr wieder einige interessante Auftritte, so wurde ein Auftritt auf dem Schützenfest in Hilden durchgeführt. Das Außergewöhnliche an diesem Auftritt war, daß ein Wohnwagen als Umkleidekabine diente. Dieser Wohnwagen hatte kaum Licht, da die Fenster sehr klein waren, dazu kam, daß wir so viel Mädchen waren, daß jede Mühe hatte seine Sachen zu finden. Es war ein Wunder, daß wir beim Auftritt alle unsere Kostüme komplett hatten und uns nach diesem Auftritt auch wieder umziehen konnten.

Im Mai 2000 zum Schützenfest kam der nächste Höhepunkt des Corps. Aus einer so genannten "Schnapsidee" zwischen Arno Endemann und noch einigen ehemaligen Mitgliedern des Fanfaren-Corps wurde in der Freizeitstätte aus der Schnapsidee ein neuer Plan geschmiedet. Unser Vorstand wurde dazu geholt und es wurde beschlossen, daß zum kommenden Schützenfest der Amazonen-Corps eine eigene Musikgruppe hat. Es waren ca. 20 Jungen und Männer die in unseren Uniformen hinter unseren Amazonen beim Festzug marschierten. Dazu kam die Serenade unserer Amazonen mit eigenen Musikern. Alle waren begeistert, die Musiker, die Amazonen und das Publikum. Leider hielten die Musiker nicht lange bei uns aus. Sie versuchten den alten Fanfaren-Corps wieder aufleben zu lassen. Unterstützung bekamen sie vom Regimentsvorstand. Wir haben die Entscheidung mit einem weinenden Auge akzeptiert. Natürlich ging es bei uns weiter. So bekamen wir Karnevalsmontag einen neuen Auftritt im Karnevalsumzug in Monheim. Es machte allen Mitwirkenden viel Spaß. Ende des Sommers 2000 machten wir einen Ausflug mit allen Mitgliedern ins holländische de Efteling. Natürlich waren auch viele Eltern und Geschwisterkinder dabei. Alle hatten viel Spaß und waren abends sichtlich erschöpft. Karneval 2001 traten unsere Mädchen das erste mal mit ihren neuen Uniformen auf. Diese Uniformen sind in der Art der Karnevalstanzmariechen. Diese Uniformen geben den Corps ein komplett neues Outfit. Dazu kam, daß wir auch für Karnevalssonntag einen neuen Auftritt in Monheim-Baumberg bekamen. Auch war unsere Karnevalsfete, die erste nach langen Jahren wieder, ein voller Erfolg. Im Jahr 2003 setzen wir unsere Tanzgruppen neu zusammen. So wurden viele "Kleine" Tänzerinnen langsam zu groß und sie wechselten komplett zu den Großen. Wir hoffen, daß die Truppe gut zusammen wächst. Jetzt in 2004 steht ein weiteres Jubiläum auf dem Kalender. Unser Corps wird 35 Jahre. Die Feier fand im März mit unserem Krönungsball zusammen statt.

 

 

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